COOL-Tour
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Sendung vom 24.07.2021 16:00:

Von Salzburg bis Grafenegg: Kulturexperte Heinz Sichrovsky zum Kultursommer 2021!

vorproduzierte Sendung

Von den Salzburger Festspielen, die am 25. Juli eröffnet werden und heuer mit einem neuen Jedermann-Paar - Lars Eidinger und Verena Altenberger - aufwarten, das bei der kürzlichen Premiere mit Standing Ovations gefeiert wurde (KritikerInnen waren freilich von der Inszenierung nicht völlig überzeugt; die Salzburger Festspiele haben bekanntgegeben, dass ein Besucher positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die betroffene Person habe die Premiere des „Jedermanns“ besucht. „Die infizierte Person war vollimmunisiert“, hieß es in der Aussendung der Festspiele. Dennoch verschärfen die Festspiele ihr Präventionskonzept: Ab sofort müssen alle BesucherInnen eine FFP2-Maske tragen. Der Mann sei vor seiner Fahrt nach Salzburg in Wien als Kontaktperson der Kategorie 2 registriert worden, das habe das Büro des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker den „Salzburger Nachrichten“ bestätigt, berichtete die Zeitung online. Er habe aber keinen Absonderungsbescheid gehabt und sei mit keiner Bewegungseinschränkung belegt gewesen. Der Mann habe daher mit keinen strafrechtlichen bzw. verwaltungsstrafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Die behördlichen Empfehlungen für K2-Personen legen Betroffenen allerdings nahe, soziale Kontakte, öffentliche Verkehrsmittel und Reisetätigkeiten zu reduzieren sowie Menschenmengen zu vermeiden.) über St. Margarethen (im Steinbruch wird heuer, im Rahmen des 25-Jahre-Jubiläums des Festivals, die Oper „Turandot“ gezeigt) bis zum Klassikfestival in Grafenegg und den 75. Bregenzer Seefestspielen, die gerade eröffnet worden sind : Kulturexperte und ORFIII-Moderator Heinz Sichrovsky im Talk über die Kulturhighlights des Sommers! - Auch die Festspiele in Reichenau, die heuer nicht stattfinden, kommen dabei zu Wort. Burgschauspielerin Maria Happel hat die Leitung der Festspiele übernommen und plant die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Sommer 2022.

Zudem gehen wir auf das Pop-Fest Wien ein. Bei freiem Eintritt gibt es dabei rund 40 Konzerte. Wegen der Pandemie finden die meisten in der Arena statt – und nicht wie sonst auf dem Karlsplatz. Maximal 3.000 Besucherinnen und Besucher sind erlaubt.

In der Sendung geht es thematisch auch um die baldige ORF-Wahl (10.8.), Politik-Expertin Tatjana Lackner gibt dazu ihre Einschätzungen ab.
Die Kandidaten und die Kandidatin für die ORF-Generaldirektorenwahl stehen mittlerweile fest. Amtsinhaber Alexander Wrabetz, ORF-Vizefinanzdirektor Roland Weißmann, ORF1-Channelmanagerin Lisa Totzauer, ORF-Technik-Vizedirektor Thomas Prantner wie auch Harald Thoma, Geschäftsführer der Pocketfilm Media Entertainment GmbH, wurden von zumindest einem Stiftungsrat oder einer Stiftunsgrätin für das nicht öffentliche Hearing am 10. August nominiert und stehen somit zur Wahl, teilte der Vorsitzende des Stiftungsrats mit.

Und wir widmen uns einem spannenden Hörspiel-Projekt des Künstlers Jakob Andratsch: "Sie nannten ihn Johnny", ein Krimi, der in der Großstadt spielt, mit originellen Figuren aufwartet und der über Plattformen wie Spotify verfügbar ist.

Thematisch gehen wir auch auf die Olympischen Spiele in Japan und damit die Sportkultur ein. Kurz vor der Eröffnungsfeier ist der künstlerischer Leiter gefeuert worden. Show-Direktor Kentaro Kobayashi stolperte über einen alten Sketch, in dem er sich über den Holocaust lustig gemacht hatte, wie die OrganisatorInnen der Spiele erklärten.

Ergänzend zu dieser Ausgabe gibt es zwei „COOL-Tour spezial“-Ausgaben mit Heinz Sichrovsky als Podcasts auf der SoundCloud-Seite „Paul Buchacher“. In der ersten spricht er über den Büchner-Preis 2021 für den Grazer Autor Clemens J. Setz, die kürzlichen, schweren Unwetter in Österreich und Deutschland und ihre furchtbaren Folgen und inwieweit die Kulturszene das brisante Thema „Klimawandel“ aufgreift, die Absage des Frequency Festivals vor dem Hintergrund der vermehrt auftretenden Delta-Variante des Corona-Virus sowie sein Fazit zur kürzlichen "Jedermann"-Premiere bei den Salzburger Festspielen und welche Auswirkungen der Fall eines Besuchers der Premiere, der positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, hat.

In der zweiten spricht Heinz Sichrovsky über den kürzlichen Tod von Fernsehlegende Alfred Biolek im Alter von 87 Jahren sowie den 75. Geburtstag von Schauspiel-Legende Peter Simonischek (6.8.21) und zieht eine erste Bilanz zu den Premieren bei den Salzburger Festspielen. Zudem spricht er über den Österreichischen Musiktheaterpreis. Der deutsche Tenor Jonas Kaufmann bekam den Internationalen Medienpreis. Der Wiener Tenor Heinz Zednik wurde für sein Lebenswerk geehrt, der 81-Jährige wertete das als „Aufforderung, lebendig zu sein“.

Die Salzburger Festspiele heimsten u. a. drei Preise für Mozarts „Così fan tutte“ ein – beste Opernproduktion, beste Regie (Christof Loy) und beste Hauptdarstellerin (Elsa Dreisig/Fiordigli), dazu einen für die musikalische Leitung von Franz Welser-Möst in der „Elektra“ von Richard Strauss. Der Sonderpreis für „Courage und Ermutigung in der Pandemie“ ging an das Direktorium der Salzburger Festspiele.

Die Wiener Volksoper konnte drei Preise für „Cabaret“ ergattern: beste Musicalproduktion, Ruth Brauer-Kvam („Conférencier“) und der scheidende Direktor Robert Meyer (Herr Schultz) als bester Nebendarsteller; außerdem wurde „König Karotte“ von Jacques Offenbach zur besten Operettenproduktion gekürt.