COOL-Tour
Zur Übersichtsseite von COOL-Tour.
Sendung vom 12.12.2020 16:00:

Das große COOL-Tour-Jahresrückblicks-Quiz mit Simon Lewis - Edition 3!

„Babyelefant“ ist das österreichischen Wort des Jahres 2020. Mit großem Abstand landete das Symbol für den Mindestabstand zur Vermeidung auf dem ersten Platz. „Das Wort hat mittlerweile Eingang in die Alltagssprache gefunden, vielfach mit einem Augenzwinkern“, teilte die Jury mit. Auf dem zweiten Platz folgt schon „Corona“ selbst.

Corona prägte das Jahr 2020 wie kein anderes Thema. Das Virus steht daher auch bei den Suchbegriffen des Jahres an der Spitze. Viele suchten nach Antworten und Informationen: Wie viele Fälle gibt es in Österreich? Wie behandelt man Corona? Was ist Kurzarbeit? - Natürlich interessierten sich die User auch für andere Themen: US-Präsident elect Joe Biden landet auf Platz 6 der Top-Suchbegriffe und auf Platz 1 der meistgesuchten VIPs International. Ebenso bewegte die Österreicherinnen und Österreicher das Ableben zahlreicher Persönlichkeiten wie Diego Maradona oder George Floyd.

Die Top 10 Suchbegriffe des Jahres in Österreich:

1. Coronavirus
2. US-Wahl
3. French Open
4. Dominic Thiem
5. Kobe Bryant
6. Joe Biden
7. iPhone 12
8. Dow Jones
9. PS5
10. US Open

Wie erleben sie dieses Corona-Krisenjahr, das u. a. auch von Massentests inkl. IT-Problemen und eher verhaltener Beteiligung, lustigen Videos im Lockdown (vom "Spülwasser"-Laufband in der Küche bis zum Balkonkonzert für die Nachbarn), „neuen“ Begriffen wie „Inzidenzwert“ und „Corona-Ampel“, technischen Pannen bei Online-Konferenzen, darunter auch bei Angela Merkel und dem deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier, boomenden Lieferservices, langen Schlangen vor Märkten, teilweise Hamsterkäufen und zahlreichen Absagen und Verschiebungen geprägt ist?

Und was wissen sie über andere Themen des Jahres, abseits der Krise? Popstars in spannenden Quizrunden bei COOL-Tour. Es gilt, knifflige Fragen zu beantworten und Challenges zu lösen - bei einer Challenge geht es, passend zum Advent, um die größten Weihnachts-Lieder und -Hits! Diesmal mit dabei: Singer/Songwriter Simon Lewis, der über sein Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schlagzeilen (u. a. sind etwa in Wien mehrere TänzerInnen des Staatsopern-Balletts positiv getestet worden) & Einschränkungen sowie seine künftigen, geplanten Projekte erzählt.

Auch Themen im Talk: Der „Brexit“ und das Problem des Antisemitismus. Der Angriff auf einen Vertreter des österreichischen Judentums, Elie Rosen, im August vor dem jüdischen Gemeindehaus in Graz hat schockiert - jener 31-Jährige, der Angriffe gegen die jüdische Gemeinde in Graz und andere Einrichtungen verübt haben soll, ist laut einem psychiatrischen Gutachten zurechnungsfähig, zudem wurde die U-Haft gegen den Mann verlängert. Auch eine antisemitische Attacke auf einen Rabbiner in Wien-Landstraße im November hat die Öffentlichkeit erschüttert. Eine Angreiferin bedrohte den Mann auf der Straße mit einem Messer und riss ihm die Kippa vom Kopf. Sie schrie dabei antisemitische Parolen. Verletzt wurde niemand. Die Angreiferin flüchtete, so die Polizei. - Unter Federführung der Wiener Polizei haben die Behörden kürzlich ein Netzwerk zwischen Organisierter Kriminalität, Rechtsextremismus und Waffenhandel aufgedeckt. Aus dem Suchtgifthandel im Bereich Organisierter Kriminalität erstreckten sich die Ermittlungsschienen schlussendlich auch auf Waffenhandel und Rechtsextremismus. Ziel sei es gewesen, eine bewaffnete Miliz in Deutschland aufzubauen. Die Polizei konnte einen mutmaßlichen Drahtzieher ausforschen. Es handelt sich dabei um einen 53-jährigen österreichischen Staatsbürger, der einschlägig polizeilich bekannt ist. Er soll den Waffenhandel in großem Stil und organisiert aufgezogen haben.

Updates: Im Prozess um eines der schlimmsten antisemitischen Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte ist in Magdeburg ein Urteil gefallen. Ein 28-jähriger Rechtsterrorist wurde nach einem gescheiterten Terroranschlag auf die Synagoge von Halle und der anschließenden Ermordung von zwei Menschen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Die 27 EU-Staaten haben dem Start des Brexit-Handelspakts mit Großbritannien am 1. Jänner offiziell zugestimmt. Die EU-Spitze hat den Brexit-Handelspakt mit Großbritannien unterzeichnet. Das britische Unterhaus hat dem Brexit-Handelspakt mit der Europäischen Union zugestimmt. Die Abgeordneten der ersten Kammer votierten in zweiter Lesung mit klarer Mehrheit für das von Premierminister Boris Johnson vorgelegte EU-Gesetz. Anschließend stimmte Königin Elizabeth II. dem Ratifizierungsgesetz zu und setzte es damit in Kraft. Am 31. Dezember endete die Brexit-Übergangsphase und Großbritannien verliess den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Das knapp 1.250 Seiten starke Handels- und Partnerschaftsabkommen regelt die künftigen Beziehungen. Wichtigster Punkt ist, Zölle zu vermeiden und möglichst reibungslosen Handel zu sichern. Der Vertrag umfasst aber auch den Fischfang sowie die Zusammenarbeit bei Energie, Transport, Justiz, Polizei und vielen anderen Themen. Die vorläufige Anwendung des Vertrags ist nötig, weil für eine Ratifizierung durch das Europaparlament vor dem Jahresende die Zeit fehlt. Anvisiert wird eine Abstimmung im Februar oder März nach ausführlicher Prüfung. Die EU-Parlamentarier pochen darauf, dass dieses Verfahren eine einmalige Ausnahme bleibt.

Wir reden auch über die Situation in Belarus (Anm.: Weißrussland schränkt die Ausreise aus dem Land vorübergehend stark ein und nennt den Schritt eine Coronavirus-Schutzmaßnahme. Seit 21. Dezember dürfen Weißrussen bzw. Weißrussinnen und Ausländer bzw. Ausländerinnen mit einer Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr über Kontrollpunkte an Straßen und Bahnhöfen ausreisen. Auch Kontrollpunkte an Flusshäfen sollen von der Regelung betroffen sein. Die Opposition kritisiert die Regelung) und die Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny, die heuer für viele Schlagzeilen gesorgt haben. Anm.: Im Jänner 2021 wurde Nawalny kurz nach seiner Rückkehr nach Moskau verhaftet. Ein russisches Gericht hat ihn in einem Eilverfahren zu 30 Tagen Haft verurteilt. Nawalny könnten aber mehrere Jahre Haft drohen.

Wir sprechen zudem über Simons Begeisterung für Fantasy. Er freut sich bereits auf den 3. Teil der Harry-Potter-Spin-Off-Reihe „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, der im Juli 2022 in die Kinos kommen soll. - Hollywood-Star Johnny Depp ist indes nach der heurigen Prozessniederlage von seiner Rolle als böser Zauberer in der Serie „Phantastische Tierwesen“ zurückgetreten (er erlitt eine Niederlage in einem Prozess gegen das Boulevardblatt "The Sun"; in einem im April 2018 veröffentlichten Artikel wurde der Hollywood-Star als "Frauenschläger" bezeichnet. Es folgte ein 16-tägiger Prozess vor dem Royal Courts of Justice in London, in dem auch Depps Ex-Frau Amber Heard aussagte. Richter Andrew Nicol sprach am 2. November das Urteil: Der Ausdruck "Frauenschläger" sei "im Wesentlichen wahr"). Auf Instagram teilte der Schauspieler mit, dass das Studio Warner Bros. ihn darum gebeten habe. Er würde diese Aufforderungen befolgen. „Hannibal“-Schauspieler Mads Mikkelsen wiederum wird die Rolle des Zauberers von Depp übernehmen. - "Good News" auch für alle "Game of Thrones"-Fans: Der Drehstart für die Vorgeschichte der erfolgreichen Fantasy-Serie ist für das kommende Jahr angekündigt. Das teilte der US-Sender HBO auf Twitter mit. Die Serie soll auf dem Buch „Feuer und Blut“ von Autor George R. R. Martin basieren und 300 Jahre vor den in „Game of Thrones“ geschilderten Ereignissen spielen.

Simon Lewis hat heuer die Singles „Heaven only knows“ und "good enough" veröffentlicht - in "good enough" geht es um das Thema Depressionen. Simon dazu im Pressetext zur Single: "Wie viele andere Menschen habe auch ich mit meiner mentalen Gesundheit zu kämpfen. Dieser Song war mein erster Versuch darüber zu schreiben. Ich behandle darin nur meine eigenen Erfahrungen, da Depressionen in ganz vielen verschieden Formen auftreten können und jeder Mensch einen ganz individuellen Kampf führt. In dem Song findet man inhaltlich keine Lösung, es gibt einem jedoch einen kleinen Einblick in den inneren Konflikt und das Verlangen von Zugehörigkeit."

Ergänzend zu dieser Ausgabe gibt es einen "Corona-ABC-Podcast" auf der SoundCloud-Seite "Paul Buchacher": Politik-Expertin Tatjana Lackner erläutert darin die zentralen Begriffe, die dieses Jahr prägen - von A wie "Alles ist anders" über O wie "Online-Konferenz" und „Online-Weihnachtsfeier“ bis Z wie "Zukunftsperspektive (2021)".

(Aufgezeichnete Sendung)