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Sendung vom 13.11.2020 17:00:

ANDI 138

Psychotherapie 2020 ++ Treffpunkt: Morzinplatz - Kranzniederlegung der BPOC ++ Onlinepetition gegen Berichterstattung auf oe24 ++ Antiislamischer Rassismus steigt ++ Reaktionen auf das Attentat

Psychotherapie 2020

Seit 1990 regelt das Psychotherapiegesetz einen wesentlichen Teil der psychosozialen Versorgungslandschaft in Österreich. Es gibt u.a. die Kriterien für die Ausbildung angehender Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen vor. Reformbedarf besteht allerdings und das nicht nur, was den Ausbau der kassenfinanzierten Therapieplätze betrifft. Viele andere wichtigen Themen werden im öffentlichen Diskurs wenig bis gar nicht behandelt. Eine Therapeutin, die Stunden im zweisprachigen Setting anbietet, berichtet.
Beitrag von Paula Römer


Treffpunkt: Morzinplatz - Kranzniederlegung der BPOC
Am 9.11.2020, eine Woche nach dem Attentat in Wien, hat die BPOC (Black People of Colour Community) eine Gedenkveranstaltung organisiert. Jules Tabuen von BPOC betont die Anteilnahme für die Opfer. Für die stellvertretende Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks, Mireille Ngosso ist das gemeinsame Trauern eine Möglichkeit um die Ereignisse zu verarbeiten.
Beitragsgestaltung: Anita Pisch


Onlinepetition gegen Berichterstattung auf oe24
Wenige Stunden nach dem Terroranschlag am Montagabend, dem 2.11 in Wien starteten die Schwestern Stefanie und Theresa Schneckenreiter die Petition „Einstellung aller öffentlichen Förderungen für OE24 und Reformierung der Medienförderung“. Anlass dafür war die Berichterstattung des Mediums Oe24 über den Terroranschlag, das ungefiltert Szenen des Anschlages zeigte. Wie es mit der Presseförderung in Österreich momentan aussieht und welche Veränderungen es bräuchte, erklärt Medienexperte Dr. Fritz Hausjell in einem Gespräch.
Dieser Beitrag wurde gestaltet von Julia Weinelt
https://mein.aufstehn.at/petitions/einstellung-aller-offentlicher-forderungen-fur-oe24-und-reformierung-der-medienforderung?source=wp


Antiislamischer Rassismus steigt
Mehr als 60 Meldungen von Rassismus gegenüber Muslimen und Musliminnen erhielt der Verein ZARA in der ersten Woche nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt, wie Bianca Schönberger, Geschäftsführerin von ZARA-Training, ausführt. Auch die Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus berichtet über die Zunahme von Übergriffen. Rumeysa Dür, aus dem Vorstandsteam, beschreibt verbale Angriffe auf sichtbare Musliminnen oder Schmierereien an Moscheen. Nesrin El-Isa, von der Muslimischen Jugend Österreich, gibt ein Stimmungsbild zu den negativen, aber auch positiven Reaktionen gegenüber muslimischen Mitbürger*innen in Österreich.
Der Verein ZARA und auch die Dokumentationsstelle bieten kostenlose Unterstützung, rechtliche Beratung und psychosoziale Hilfe an.
Beitragsgestaltung: Anita Pitsch
https://www.zara.or.at/de
https://dokustelle.at


Wie uns das Attentat verändert
Am 2. November ereignete sich in Wien der schlimmste Terroranschlag seit den 80er Jahren. Ein islamistischer Attentäter, bewaffnet mit einem Sturmgewehr, ermordete in der Seitenstettengasse und dem angrenzenden Bermudadreieck vier Menschen, 22 weitere wurden teils schwer verletzt. Was ein solcher Anschlag mit uns macht und wie wir als Gesellschaft darauf reagieren können, hat Emanuel Salvarani mit dem Schriftsteller Doron Rabinovici und Bini Guttmann, Präsident der European Union of Jewish Students besprochen.